Summ, summ, summ…Bald vielleicht nicht mehr?

Wir alle kennen die Biene Maja und ihren Freund Willi! Beide sind Honigbienen, die dazu beitragen, dass wir morgens einen süßen Brotaufstrich auf unseren Brötchen haben. Aber kaum jemand kennt ihre Verwandtschaft, die Wildbienen. Aber was machen die denn eigentlich? Können die auch was?

Wildbienen sind wichtige Bestäuber!

Wildbiene in Aktion.

Neben den Honigbienen, sind die Wildbienen ebenfalls wichtig für das Bestäuben von Pflanzen. Von ihnen gibt es circa 590 Arten und sie haben witzige Namen wie beispielsweise Zottelbienen, Maskenbienen und Pelzbienen. Aber wichtig sind natürlich alle Bienen! Denn ohne die Bestäubung durch die kleinen Helfer müssten wir auf einige Lebensmittel, wie zum Beispiel Schokolade, Nüsse und Kaffee verzichten.

Während die Imkerei an Interesse gewinnt, die Honigbienen vom Menschen gehegt und gepflegt werden und sogar eine Unterkunft gestellt bekommen, so ist die Wildbiene auf sich allein gestellt und muss sehen, wo sie bleibt. Hinzu kommt, dass durch die zunehmende Imkerei und somit die steigenden Bestände an Honigbienen die Konkurrenz um die Nahrungsgrundlage wächst. Sprich, die Honigbienen schnappen den Wildbienen Nektar und Pollen förmlich vor dem Rüssel weg!

Honigbienen leben in Völkern mit bis zu 50.000 Artgenossen, während die wilde Verwandtschaft allein umherfliegt und selbst für ihre Unterkunft sorgen muss. Sie wohnen vorzugsweise in Astlöchern oder graben sich Höhlen in den Boden für ihren Nestbau. Doch ihr Lebensraum schwindet langsam, denn durch die Bewirtschaftung großer Ackerflächen bleibt weniger Platz für Blühpflanzen. Ein Problem, das auch durch das zunehmende Städtewachstum und dem Trend zum pflegeleichten Steingarten in privaten Haushalten begünstigt wird.

Hinzu kommt eine einseitige Landwirtschaft mit Monokulturen (Anbau einer einzigen Nutzpflanzenart), wodurch nicht nur der Artenreichtum im Boden verloren geht, sondern damit auch der natürliche Schutz der Pflanzen durch Nützlinge schwindet. Dies hat zur Folge, dass Pestizide zum Einsatz kommen, die die Pflanzen schützen sollen, aber wiederum eine Gefahr sowohl für die Honig- als auch die Wildbienen darstellen. Insbesondere die Nervengifte, die Neonikotinoide, können die Immunabwehr sowie das Gedächtnis und den Orientierungssinn der Tiere negativ beeinflussen. Sie werden anfälliger für Krankheiten und finden nicht mehr zurück. Im Falle der Honigbienen kann dies sogar dazu führen, dass ganze Völker kollabieren.

Insektensterben hat weitreichende Konsequenzen für die Umwelt!

Das Sterben der Bienen, aber auch anderer Insekten, hat auch Folgen für die Vogelwelt. Denn die Insekten stehen in der Nahrungskette weit unten und dienen als Futterquelle für Vögel. In einigen Gebieten Deutschlands ist die Insektenzahl bereits um bis zu 80 Prozent gesunken. Die Folge: Ein starker Rückgang an Vogelpopulationen!

Was können wir tun?

Jeder von uns kann helfen! Zum Beispiel stellen wir durch das Anlegen bunter Blumenwiesen in unseren Gärten sicher, dass die Bienen ausreichend Pollen finden, um sich zu ernähren, und durch sogenannte Insektenhotels können wir Ihnen die Möglichkeit bieten einen geschützten Unterschlupf zu finden, um ihren Nestbau zu unterstützen.

Sind Sie auf den Honig-Geschmack gekommen und möchten mehr über Bienen erfahren? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unser Sortiment:

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

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