Globale Erwärmung – nicht nur zu Lande ein Problem

Unsere Winter werden immer milder und unsere Sommer immer heißer! Wer erinnert sich nicht zurück an den Jahrhundertsommer 2018 und seinen Vorgänger 2003, der mit seinen Durchschnittstemperaturen deutschlandweit sogar noch über den Messwerten von 2018 lag?

Die Folgen waren lange Trockenperioden, die in der Landwirtschaft zu Ernteausfällen und somit auch  zu Futtermangel führten sowie eine extrem große Waldbrandgefahr.

Doch die globale Erwärmung ist nicht nur zu Lande ein Problem…

Der Blob – mehr als nur heiße Luft!

Hätten Sie´s gewusst? Hitzewellen gibt es auch im Meer! In Folge der Wassererwärmung bildete sich im Winter 2013/2014 eine Warmwasserblase auf der Oberfläche des Nordpazifiks, die bis Ende 2015 anhielt. Diese Blase, auch als „Blob“ bezeichnet (Vielleicht erinnern Sie sich an dieser Stelle an unseren Beitrag vom 9. Januar 2019 über den „Blob“fisch?), erreichte zeitweise einen Durchmesser von mehr als 1.600 Kilometern sowie eine durchschnittlichen Tiefe von mehr als 90 Metern. Sie überlagerte die kühleren Wasserschichten, sodass eine Vermischung des kalten und nährstoffreichen Tiefenwassers aufgrund der geringeren Dichte des warmen Oberflächenwassers deutlich verringert war.

Zudem verlagerte sich bei Vorherrschen der Warmwasserblase der Jetstream, ein Starkwind in höheren Atmosphärenschichten. Stürme wurden nach Norden abgedrängt und somit ein Hoch über der nordamerikanischen Westküste begünstigt.

Eine Kettenreaktion war die Folge…

Während es an Land zu ausgeprägten Dürreperioden kam, wurde die Durchmischung des Wassers durch die ausbleibenden Winde noch zusätzlich verringert. Nährstoffe aus dem Tiefenwasser fehlten und das Plankton, das am Anfang der Nahrungskette steht, verkümmerte ziemlich schnell. Einige Fischarten wanderten in kühlere Regionen oder größere Tiefen ab – Fischer, Seelöwen und Seevögel fingen keine Beute mehr – Massensterben war die Folge!

Dies zeigt deutlich, wie Hitzewellen das marine Ökosystem beeinflussen. Gehen wir davon aus, dass sich die Meere weiter erwärmen, muss künftig häufiger mit diesem Extremereignis gerechnet werden. Und wie sich zeigt, wurde im Herbst 2018 bereits ein neuer „Blob“ vor Alaska gesichtet!

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

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